Altbausanierung - was ist wichtig?

Eine Altbausanierung kann nicht nur Energiekosten sparen. Unter Umständen machen sich Hausbesitzer sogar strafbar, wenn sie notwendige Modernisierungen unterlassen. Gerade bei der Ersetzung von alten Bauteilen sind die Vorschriften verschärft worden, sodass die Kenntnis der aktuellen Gesetzeslage im Vorfeld Ärger und Zusatzkosten ersparen können.

So müssen in Deutschland derzeit beispielsweise alle vor 1978 eingebauten Öl- oder Gasheizkessel ersetzt werden. Niedertemperatur- oder Brennwertkessel sind von dieser Regelung jedoch nicht betroffen. Da die Neuinstallation bis zu 40 Prozent der Energiekosten sparen kann, ist das Auswechseln auch für die Hausbesitzer attraktiv. Auch die Dämmung des Daches, bzw. der darunter liegenden begehbaren Decken ist seit 2012 neu geregelt worden. Seit diesem Jahr muss entweder das Dach ausreichend gedämmt sein, oder darunter liegende Decken mit 12 bis 14 Zentimeter dicken Dämmstoff ausgelegt sein. Auch Heizungs- und Warmwasserrohre dürfen nicht länger ungedämmt sein, wobei sich die Dicke der Dämmschalen nach dem Umfang des Rohres richtet.

Weniger reglementiert sind Modernisierungen, die eher den Komfort und die Wohnlichkeit der Immobilie steigern. So können sich Hausbesitzer über eine große Anzahl an modernen Garagensystemen freuen, die ohne Umbauten installiert werden können. Bezüglich der Ausführung besteht die Wahl zwischen den Typen Schwingtor, Sektionaltor, Kipptor, Rolltor und Flügeltor - am beliebtesten sind Sektional- und Rolltore, da diese senkrecht nach oben öffnen und somit vor und in der Garage mehr Platz bleibt. Was Garagentorantriebe anbelangt, kommen immer häufiger geräuscharme und Modelle wie das Hörmann Supramatic zu Einsatz. Da solche vermeintliche Kleinigkeiten maßgebliche Wirkung auf den ersten Eindruck haben, tragen auch sie zur Wertsteigerung der Immobilie bei.

Vor allem in städtischen Lagen verfügen Altbauten oft über Parkettböden und Dielen. Unter Umständen kann hier eine Restauration den Wert der Immobilie weiter steigern. Für die Entscheidung, ob sich eine solche Restauration lohnt und welche Methoden dabei zum Einsatz kommen, sollte in jedem Fall einem Fachmann überlassen werden. Das Alter des Parketts ist hierbei oft nicht der wichtigste Faktor, ausschlaggebender sind in der Regel Qualität und Beschaffenheit der Unterböden. Klar muss auch sein, dass jede Art von Parkett grundsätzlich mehr Pflege benötigt als synthetische Bodenbeläge, was aber angesichts der Qualität moderner Parkett Pflegemittel nicht den Ausschlag geben sollte. Bei altem Massivparkett bestehen sehr gute Chancen, es durch Schleifen, Ölen und Lackieren in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, Mehrschichtparkett dagegen bietet für diese Behandlung oft nicht mehr genügend Substanz. Die Wahl der Oberflächenbehandlung - Ölen, Wachsen oder mit Lack komplett neu Versiegeln - hat Einfluss auf Farbe, Haptik, Haltbarkeit und Pflegebedarf des Bodens. Lackversiegeltes Parkett gilt in der Regel als strapazierfähiger und langelebiger, geölte und gewachste Böden dagegen zwar als natürlicher aber dafür auch als anfälliger.

Hausbesitzer profitieren in jedem Fall von der Modernisierung, zumal die Bundesrepublik bemüht ist, ausreichend Anreize dazu zu geben. Neben den günstigen Krediten der KfW-Bank gibt es auch in den Kassen der Bundesländer Fördermittel, die für die Modernisierung von älteren Gebäuden vorgesehen sind. Wer zusätzlich über einen Umstieg auf alternative Energien nachdenkt, kann sich auf Förderungsmittel durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) freuen.